Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Elektronischer Arztbrief (eAB)

Anwendungen der TI

Der elektronische Arztbrief ist eine datenschutzgerechte, komfortable Alternative zu Fax und insbesondere schneller und kostengünstiger als die Briefpost. Ärzte und Psychotherapeuten können eArztbriefe direkt aus dem Praxisverwaltungssystem (PVS) heraus versenden und empfangen. Waren eArztbriefe bislang eine freiwillige Anwendung, macht der Gesetzgeber sie nun zur Pflicht: Praxen müssen nach einer Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit ab 1. März über eine aktuelle und von der KBV zertifizierte Software für die Erstellung von elektronischen Arztbriefen verfügen.

  • Anschluss an die TI
  • E-Health-Konnektor-Update (PTV 3) 
  • eHBA (elektronischer Heilberufsausweis) der zweiten Generation für die qualifizierte elektronische Signatur
  • KIM-Dienst

Praxen, die noch kein eArztbrief-Modul installiert haben, sollten sich bei ihrem PVS-Hersteller erkundigen, ob das Modul verfügbar ist und wie es installiert werden kann. Mitunter ist bei der Einrichtung die Hilfe eines Dienstleisters vor Ort notwendig. 

Mit eArztbriefen werden digitalisierte Informationen, Untersuchungsergebnisse, Befunde, Laborberichte, Medikationspläne verschlüsselt versendet und empfangen. Nur im eArztbrief werden strukturierte Patientendaten in einer xml-Datei mitversandt (mindestens Name, Vorname, Geburtsdatum). Damit wird eine Übernahme der Behandlungsdaten direkt in die jeweilige Patientenakte ermöglicht.

Die eNachricht, die auch über den Kommunikationsdienst KIM versendet wird, bietet dagegen die Möglichkeit kurze, einfache Nachrichten oder Informationen an eine Praxis, - mit oder ohne Anhang - datenschutzgerecht und schnell zu übermitteln. Diese enthält jedoch keine strukturierten Daten zur Übernahme in die Patientenakte.

Der Nachweis der technischen Einsatzbereitschaft bzw. zur Nutzbarkeit des eArztbriefs in der Praxis ist aktuell schon möglich und erfolgt per Selbsterklärung im KVSAonline Portal, im Menü „Dienste“ unter „Praxisausstattung“. Bisherige Meldungen werden berücksichtigt. Die tatsächliche Nutzung des eArztbriefs muss nicht nachgewiesen werden.

Praxen müssen nach einer Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit ab 1. März über eine aktuelle und von der KBV zertifizierte Software für die Erstellung von elektronischen Arztbriefen verfügen. Anderenfalls wird die monatliche TI-Pauschale um 50 Prozent reduziert. Fehlt bereits eine weitere notwendige Anwendung, wird gemäß gesetzlicher Regelung die TI-Pauschale vollständig nicht erstattet. Die Reduzierung der TI-Pauschale aufgrund dieser fehlenden Anwendung erfolgt ab 01. Juni 2024, sollte bis dahin keine Selbsterklärung im KVSAonline-Portal eingetragen sein.

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