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Strukturierte Versorgung und digitale Lösungen

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,

“Am Ende werden alle Seiten von dieser Reform profitieren.“ Das verspricht Bundesgesundheitsministerin Nina Warken nach dem Start des Fachdialogs zum Primärversorgungssystem am 27. Januar 2026. Sie verspricht ”mehr Navigation durch den ambulanten Bereich, eine schnellere Versorgung entsprechend der medizinischen Notwendigkeit sowie ein zielgerichteter und effizienter Einsatz von personellen und finanziellen Ressourcen“. – Das können wir nur unterstreichen und unterstützen. 

Auch wir und unsere Partner in Sachsen-Anhalt setzen uns schon seit langem für eine strukturierte medizinische Versorgung ein und damit für mehr Qualität und Service und weniger Bürokratie. Seit mehr als 20 Jahren liefert die Hausarztzentrierte Versorgung in Sachsen-Anhalt den Beweis dafür, dass Patientensteuerung Mehrwerte für Praxen und Patienten bringt. Auch uns ist es in Zeiten des Haus- und Fachärztemangels wichtig, die Ressourcen mitzudenken. Das angestrebte Primärarztsystem muss leistbar sein – sowohl personell, als auch finanziell. Ebenso die Ersteinschätzung über die 116117. Wer eine “möglichst zielgerichtete Versorgung und eine schnellere Terminvergabe” will, muss die Voraussetzungen dafür schaffen.

Sinnvoll wäre es aus unserer Sicht, wenn der Gesetzgeber zwar den großen Rahmen vorgibt, eine Ausgestaltung aber auf Landesebene erfolgen kann. Um die regionalen Gegebenheiten zu berücksichtigen, um von regionalen Erfahrungen zu profitieren, um mit unseren Partnern vor Ort schnell reagieren zu können. 

Und noch eine Entwicklung auf Bundesebene, die wir nur befürworten können: Der Bundesrat fordert die Bundesregierung auf, versicherungsfremde Leistungen künftig vollständig aus Bundessteuermitteln zu finanzieren. Für uns steht fest: Versicherungsfremde Leistungen gehören nicht von der Versichertengemeinschaft mitfinanziert. Die Gelder müssen für diejenigen ausgegeben werden, die sie auch einzahlen: die Versicherten und ihre Gesundheitsversorgung. Damit würde ein großer Teil des Drucks auf den Beitragssatz der Krankenversicherung genommen werden.

Themenwechsel: Digitale Lösungen

Ist in Ihrer Praxis schon die digitale Welt eingezogen? Damit meine ich jetzt nicht die ePA, das eRezept oder die eAU. Damit meine ich vielmehr digitale Lösungen, für die Sie sich entschieden haben und die Sie dabei unterstützen, die Patientenversorgung zu verbessern und die Abläufe in der Praxis zu optimieren.

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Digitalisierung von Praxisabläufen, Transparenz ist schwierig. Viele Kolleginnen und Kollegen lassen sich bereits darauf ein, testen Anbieter für verschiedene Bereiche auf Herz und Nieren und binden digitale Lösungen in ihren Praxisalltag fest mit ein. Wir finden, von diesen Erfahrungen können und sollten mehr Vertragsärzte und Psychotherapeuten profitieren. Glücklicherweise sieht das die digital affine Kollegenschaft auch so und ist bereit, von ihren positiven Beispielen zu berichten. Wir planen, im Laufe des zweiten Quartals mit der Online-Veranstaltungsreihe „Digitale Lösungen in der Praxis“ zu starten. Der Fokus wird auf konkreten Anwendungsbeispielen liegen, untersetzt mit Best Practices Beispielen von Ärzten und Psychotherapeuten, um Orientierung und Hilfe zu geben. Im ersten Teil geht es um den Themenkomplex “Patientenaufnahme und Empfang” – um Online-Rezeption, Terminvergabe, Telefonassistent…

Sie sind neugierig geworden? Wir werden Sie rechtzeitig und umfänglich informieren, wann unsere neue Reihe startet!

Eine Fortbildung außerhalb der Veranstaltungsreihe, aber passend zum Thema steht bereits im nächsten Monat an: Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung dreht sich am 18. März bei der KI-Roadshow alles um das Thema “Künstliche Intelligenz im Praxisalltag” mit einem Best Practice Beispiel zur KI-gestützten Spracherkennung und zum KI-Telefonassistenten. Mehr dazu lesen Sie auf den Seiten 12/13 in dieser PRO. Wenn Sie noch nicht angemeldet sind: Machen Sie es, es lohnt sich!

Ihr
Jörg Böhme

PRO

Offizielles Mitteilungsblatt der KV Sachsen-Anhalt