Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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ASV

§ 116 b SGB V: Ambulante spezialfachärztliche Versorgung ist Teamarbeit, die Vergütung erfolgt extrabudgetär

Ansprechpartner

Silke Brumm
Tel.: 0391/627-7447
Fax: 0391/627-8436

Ansprechpartner

Conny Zimmermann
Tel.: 0391/627-6450
Fax: 0391/627-8436

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (§ 116 b SGB V) umfasst die Diagnostik und Behandlung komplexer, schwer therapierbarer Krankheiten, die je nach Krankheit eine spezielle Qualifikation, eine interdisziplinäre Zusammenarbeit und besondere Ausstattungen erfordern.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat für zwei Diagnosen Richtlinien zur ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung nach § 116 b SGB V (ASV) beschlossen:

  • Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Tuberkulose und atypischer Mykobakteriose (Inkrafttreten 01.04.2014)
  • Versorgung von Patientinnen und Patienten mit gastrointestinalen Tumoren und Tumoren der Bauchhöhle (Inkrafttreten voraussichtlich 01.07.2014).  

Mit der Konkretisierung durch den GBA können an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Leistungserbringer und nach § 108 SGB V zugelassene Krankenhäuser die Erbringung von Leistungen beim erweiterten Landesausschuss anzeigen. Mit der Anzeige sind sämtliche Voraussetzungen und Anforderungen nachzuweisen, die in den Richtlinien des GBA festgelegt sind.

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung ist gekennzeichnet durch die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams. Die Zusammensetzung der Teams ist diagnosespezifisch geregelt.

Ein Team besteht grundsätzlich aus

  • einem Teamleiter
  • einem Kernteam und
  • weiteren hinzuzuziehenden Ärzten.

Personelle Voraussetzungen werden durch Benennung und Beifügung entsprechender Unterlagen der im Team mitarbeitenden Ärzten nachgewiesen. Darüber hinaus sind ggf. räumliche und sächliche Anforderungen zu erfüllen.

Die Anzeige zur Teilnahme an der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung ist an die Geschäftsstelle des erweiterten Landesausschusses, Herrn Jens Becker, Doctor-Eisenbart-Ring 2, 39120 Magdeburg, E-Mail: ela@kvsa.de, zu richten.

Abrechnung und Vergütung

Für die Vergütung der ASV-Leistungen sowohl durch zugelassene Krankenhäuser als auch durch ambulante Leistungserbringer gilt zunächst der EBM. Die Leistungen werden zu festen Preisen bezahlt, extrabudgetär und ohne Mengenbegrenzung. Welche Fachärzte mit ASV-Berechtigung welche EBM-Ziffern im Rahmen der ASV abrechnen dürfen und extrabudgetär vergütet bekommen, enthalten die oben genannten Richtlinien. Leistungen der ASV werden unmittelbar von den Krankenkassen vergütet. Für die Abrechnung der Leistungen kann die Kassenärztliche Vereinigung durch die Leistungserbringer beauftragt werden.

ASV-Servicestelle

Durch die ASV-Servicestelle erhält das ASV-Team (Teamleiter, Kernteam, hinzuzuziehende Fachärzte) eine Teamnummer. Übergangsweise wird die Teamnummer durch den GKV-Spitzenverband vergeben. Eine ASV-Servicestelle ist ausgeschrieben.

Verwendung von Formularen und Rezepten in der ASV

Die in der vertragsärztlichen Versorgung verwendeten Formulare finden zunächst auch in der ASV Verwendung. Sie werden im sogenannten Personalienfeld gekennzeichnet:

  • Im Feld "Betriebsstättennummer" wird im ASV-Behandlungsfall die Teamnummer des ASV-Teams eingetragen.
  • Im Feld "Status" wird an der letzten Stelle die Ziffer "1" eingetragen.

Für die Versorgung von ASV-Patienten wird es eigene Rezepte geben. Bei diesen Rezepten ist in der sogenannten Codierleiste die Pseudoziffer "222222222" (neunmal die zwei) bei der Auslieferung durch die Druckerei bereits eingedruckt.

Weitere Informationen stellt die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) auf ihren Internetseiten zur Verfügung.

Anzeigeformulare:

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