
Die Übergabe der Praxis an jüngere Kollegen ist heute in vielen Bereichen schon schwierig und wird in den kommenden Jahren noch viel problematischer werden. Nach Berechnungen des Zentralinstitutes für die Vertragsärztliche Versorgung (ZI) wird der Bedarf in Sachsen-Anhalt an Augenärzten und Urologen trotz sinkender Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2025 steigen, der Bedarf an Kinderärzten und Frauärzten sinken und der Bedarf an Hausärzten etwa gleich bleiben. Wenn die derzeit tätigen Kollegen mit 65 Jahren ihre Praxistätigkeit beenden würden, müssten beispielsweise 112 Augenarztsitze und 825 Hausarztsitze nachbesetzt werden. Die Zahlen und die Erfahrungen der vergangenen Jahre signalisieren, dass zu einer erfolgreichen Sicherung der Versorgung erhebliche Anstrengungen unternommen werden müssen. Am Anfang steht die Notwendigkeit, auch in Sachsen- Anhalt weiterhin ausreichend Ärzte auszubilden. Dies sollte bei den Überlegungen der Landesregierung zu Kosteneinsparungen im universitären Bereich aus Versorgungsgründen berücksichtigt werden...