Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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In Urlaubsstimmung? An Reiseschutzimpfungen denken! 30. 06. 2020

Sonne, Sommer – Sommerurlaub? Die Corona-Pandemie hat die meisten Pläne kräftig durcheinandergewirbelt. Doch die Lockerungen machen ein Verreisen möglich, wenn auch mit Auflagen und unter Einhalten der Hygiene- und Verhaltensempfehlungen.
Wer nun eine Reise plant, sollte an den Impfschutz denken. Darauf weist die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) kurz vor dem Beginn der Sommerferien – der Hauptreisezeit für Familien – hin. Egal, ob man in Deutschland bleibt oder Länder besucht, für die keine Reisewarnung gilt: Sobald es ein Ziel gibt, sollte der Impfpass gesucht und mit diesem zum Arzt gegangen werden. Je zeitiger, desto besser. Denn für einen ausreichenden Impfschutz sind manchmal mehrere Injektionen notwendig.
Generell darf jeder Arzt Reiseschutzimpfungen vornehmen. In den meisten Fällen ist dies sicherlich der vertraute Hausarzt beziehungsweise Kinderarzt. Er berät zu den empfohlenen Impfungen für das jeweilige Reiseziel. Er fragt aber auch den allgemeinen Gesundheitszustand ab. Und er klärt über mögliche Nebenwirkungen auf, welche normal sind und bei welchen man noch einmal vorstellig werden sollte.

Zu den wichtigen Impfungen zählt aktuell die gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die auch bei urlaubsbedingten Aufenthalten in innerdeutschen Risikogebieten eine Kassenleistung ist, informiert die KVSA. Laut Robert Koch-Institut sind in Deutschland vor allem Bayern und Baden-Württemberg, Südhessen, südöstliches Thüringen und Sachsen Risikogebiete. Die Gefahr geht von Zecken aus: Die Infektion mit FSME-Viren kann unter anderem Entzündungen von Gehirn, Rückenmark und Hirnhäuten auslösen.

Übrigens: Spezielle Schutzimpfungen sind bei privaten Auslandsreisen keine Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung. Doch mittlerweile übernehmen viele Krankenkassen für einzelne Impfungen die Kosten teilweise oder komplett, so zum Beispiel für die Impfung gegen FSME. Deshalb lohnt sich grundsätzlich eine Nachfrage im Vorfeld.

Einen ersten Überblick über reisemedizinische Hinweise zu einzelnen Ländern gibt die Internetseite des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de)

Grundsätzlich gilt, so die KVSA: Lieber spät als gar nicht impfen. Auch wenn für einen verlässlichen Schutz eine Mehrfachinjektion nötig sein sollte – schon mit der ersten Impfung ist der Schutz höher als ohne Impfung.

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