Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Regelleistungsvolumen

Regelleistungsvolumen (RLV) sind Obergrenzen, bis zu denen die Leistungen einer Arztpraxis nach einem vorher vereinbarten festen Punktwert zu vergüten sind. Die RLV werden sowohl arztindividuell als auch nach Fachzugehörigkeit festgelegt. Überschreitet ein Arzt sein RLV, erhält er für alle darüber hinausgehenden Leistungen abgestaffelte Preise. Die RLV dienen den Kassen als Garantie dafür, dass die Ausgaben nicht exorbitant steigen.

 

Richtgrößen

Richtgrößen dienen der Überprüfung der wirtschaftlichen Verordnungsweise eines Arztes. Für die verschiedenen Arztgruppen werden zwischen Kassenärztlicher Vereinigung und Krankenkassen arztgruppenspezifische Richtgrößen vereinbart. Diese ersetzen das bisherige Arzneimittelbudget. Überschreitet ein Arzt seine Richtgröße, wird entweder die Verordnung überprüft oder ein Regressverfahren eingeleitet. Dokumentierte Praxisbesonderheiten werden gesondert beurteilt und führen bei korrekter Handhabung nicht zu Überprüfungen bzw. Regressen. 

 

Risikostrukturausgleich

Mit dem 1994 eingeführten Risikostrukturausgleich werden gravierende Unterschiede zwischen den Krankenkassen ausgeglichen, um Wettbewerbsnachteile von Kassen mit einer ungünstigeren Zusammensetzung der Versicherten (Anzahl Kranker bzw. einkommensschwacher Versicherter) zu verhindern. Seit dem 1. Januar 2009 richten sich die Höhe der Zuweisungen aus dem Risikostrukturausgleich bzw. Gesundheitsfonds an die Krankenkassen nicht nur nach der Geschlechts- und Altersstruktur der jeweiligen Versichertengemeinschaft, sondern auch nach der tatsächlichen Krankheitsverteilung (Morbidität). Für 80 besonders kostenintensive Erkrankungen erhalten die Kassen seither Zuwendungen aus dem Gesundheitsfonds.