Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

Navigation und Suche

Arzt- und Psychotherapeutensuche

Glossar B

Service Glossar

Im Glossar finden Sie sämtliche Begriffe zu fachspezifischen Themen, aber auch eine Übersicht von Fremdwörtern, medizinischen Fachausdrücken, Behandlungsmethoden und Definitionen zu Fachpersonal.

Das Glossar erreichen Sie direkt von der Kopfzeile aller Seiten des Portals der Kassenärztlichen Vereinigung Sachen-Anhalts. Die Begriffe sind alphabetisch geordnet. Durch das Auswählen eines Buchstabens gelangen Sie zu dem Anfangsbuchstabens Ihrer Wahl.

Buchstaben

Bedarfsplanung

Die Bedarfsplanung ist seit 1993 bundesweit geregelt. Sie steuert, wie viele Ärzte und Psychotherapeuten es in einer Region geben muss, um die ambulante Versorgung zu gewährleisten. Ärzte und Psychotherapeuten können sich nur neu niederlassen oder anstellen lassen, wenn es einen freien Arztsitz gibt. Ansonsten ist das jeweilige Fachgebiet gesperrt, damit es zu keiner Überversorgung kommen kann. Ob ein Bereich für eine Niederlassung oder Anstellung "offen" oder "gesperrt" ist, legt der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen regelmäßig fest.

Behandlungsfall

Die in einer Arztpraxis (Vertragsarzt, Vertragspsychotherapeut, Berufsausübungsgemeinschaft, Medizinisches Versorgungszentrum) innerhalb eines Kalendervierteljahres an einem Versicherten ambulant zu Lasten der jeweiligen Krankenkasse erfolgte Behandlung gilt jeweils als ein Behandlungsfall

Belegarzt

Wenn niedergelassene Ärzte Betten (Belegbetten) in einem Krankenhaus mit ihren Patienten belegen und diese Patienten selbst behandeln (z.B. Operationen), sind sie Belegärzte. Sie sind nicht im Krankenhaus angestellt und Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist nicht das Krankenhaus, sondern ihre ambulante Praxis. Für den Patienten ist es von Vorteil, wenn er auch bei einem kurzen Krankenhausaufenthalt - zum Beispiel nach einer Operation - von dem ihm vertrauten Arzt behandelt wird.

Berufsausübungsgemeinschaft

Berufsausübungsgemeinschaften sind wirtschaftliche, organisatorische und räumliche Zusammenschlüsse zweier oder mehrerer Ärzte. Es ist eine fachübergreifende Zusammenarbeit möglich, sofern sich die Fachärzte auf ihr jeweiliges Gebiet beschränken und die freie Arztwahl der Versicherten nicht eingeschränkt wird. Bei der Abrechnung werden Gemeinschaftspraxen, die zuvor vom Zulassungsausschuss genehmigt werden müssen, von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) als eine wirtschaftliche Einheit behandelt, im Gegensatz zur Praxisgemeinschaft.

Bewertungsausschuss / (Erweiterter)

Der Bewertungsausschuss beschließt den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) sowie Änderungen des EBM. Im EBM sind alle abrechnungsfähigen Leistungen und deren Bewertungen enthalten. Dem Bewertungsausschuss gehören jeweils drei von der KBV und vom Spitzenverband Bund der Krankenkassen benannte Mitglieder an. Den Vorsitz führt abwechselnd ein Vertreter der Ärzte und ein Vertreter der Krankenkassen.