Landarztquote: 36 Bewerber auf der Zielgeraden
Meldung der ausgewählten Bewerber der Landarztquote an die Stiftung für Hochschulzulassung - erfolgt!
Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA), die seit diesem Jahr das komplette Landarztquoten-Verfahren verantwortet, hat mit der Meldung der ausgewählten Bewerber an die Stiftung für Hochschulzulassung das reine Auswahlverfahren beendet. Die 36 Bewerber haben mit der KVSA einen Vertrag geschlossen und damit für ihre spätere Tätigkeit als Hausarzt in Sachsen-Anhalt unterschrieben. Über die Stiftung für Hochschulzulassung erhalten die angehenden Medizinstudierenden ihre Zulassungsbescheide für die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg bzw. die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Dann kann das Studium am 1. Oktober starten. Die KVSA wird den Medizinstudierenden weiterhin zur Seite stehen, sie informieren, beraten und ihnen bei verschiedenen Veranstaltungen praxisnahe Einblicke ermöglichen.
In diesem Jahr sind es erstmals 36 LAQ-Studierende. Der Landtag Sachsen-Anhalts hatte im Mai die Vorabquote von 7,8 auf 8,8 Prozent und damit um vier Studienplätze erhöht. „Die Landarztquote ist ein wichtiger Baustein für die zukünftige Sicherstellung der ambulanten Versorgung in der Fläche. Denn wer über die Landarztquote hier studiert, will hier später auch Menschen hausärztlich versorgen“, so Dr. Jörg Böhme, Vorstandsvorsitzender der KVSA.
Die Vorabquote ermöglicht es, die zukünftige hausärztliche Versorgung ein gewichtiges Stück planbarer sicherzustellen. „Hilfreich wäre auch eine Vorabquote für die fachärztliche Versorgung, denn dort wird sich in den kommenden Jahren absehbar der Bedarf an Facharzt-Nachfolgern merklich erhöhen“, sagt Dr. Böhme und fügt an: „Generell brauchen wir mehr Medizinstudienplätze, um die Patientenversorgung in bewährter Weise weiterhin gewährleisten zu können.“