Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

KVSA-Vorstand empört über Krankenkassen-Vorstoß: "Allein die Überlegung ist nicht nachvollziehbar"

Geht es nach dem Willen der Krankenkassen, sollen die Psychotherapeuten-Honorare pauschal um zehn Prozent sinken. Die Angemessenheit der psychotherapeutischen Vergütung soll nun überprüft werden.

“Allein diese Überlegung der Krankenkassen ist für uns in keinster Weise nachvollziehbar. Der Bedarf an psychotherapeutischer Versorgung ist seit Jahren hoch und steigt weiter an, die Nachfrage ist noch einmal deutlich höher”, zeigt sich der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt – Dr. Jörg Böhme, Dr. Nadine Waldburg und Mathias Tronnier – empört. Das belegt auch der aktuelle Trendreport des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland.

Die Pläne der Krankenkassen zur Absenkung der Vergütung der Psychotherapeuten reihen sich ein in die bereits seit Wochen publizierten Kürzungspläne bei ambulant tätigen Ärzten. “Es geht offensichtlich weniger um die Versorgung als um die Finanzlage der Krankenkassen”, so der KVSA-Vorstand, “und das soll nun auch auf dem Rücken der Psychotherapeuten und damit auch der psychisch kranken Menschen passieren.”

“Es ist unser aller Pflicht, die Versorgung zu sichern und idealerweise auszubauen als durch Vergütungskürzungen einzuschränken. Wertschätzung sieht anders aus”, betont der Vorstand.