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Osterburg und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt unterstützen gemeinsam die Absicherung der medizinischen Versorgung in der Hansestadt 24. 04. 2017

Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz (CDU) und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA), wollen mit einem gemeinsamen Stipendium die zukünftige medizinische Versorgung in der Hansestadt absichern. Der Stadtrat von Osterburg wird im Mai über die entsprechende Vorlage entscheiden.

„Die medizinische Versorgung ist für eine Kleinstadt wie Osterburg ein ganz wichtiges Zukunftsthema. Der Anteil der Älteren wird immer größer, sowohl bei den Patienten, als auch bei den Ärzten. Noch haben wir eine ausgewogene medizinische Grundversorgung in der Stadt. Diese müssen wir aber auch für die Zukunft absichern“, ist Nico Schulz überzeugt.

Dr. med. Burkhard John, Vorsitzender des Vorstandes der KVSA lobt das Engagement und den Weitblick der Stadt: „Es ist für die Zukunft der regionalen Entwicklung sehr wichtig, wenn Kommunen eine aktive Rolle bei der Ansiedlung von Ärzten übernehmen. Nur mit solchem Engagement, werden wir im Wettbewerb um den ärztlichen Nachwuchs Erfolg haben.“ Die KVSA selbst fördert Studierende seit 2010 und die Niederlassung in schlechter versorgten Bereichen seit 2006.

Der Bürgermeister ist dankbar, dass die Stadt von der KV bei der Finanzierung des Stipendiums unterstützt wird. Dieses soll in Höhe von 700 Euro je Monat für die Dauer der Regelstudienzeit (ca. sechs Jahre) an eine/n Medizinstudentin/en vergeben werden. Das Stipendium teilen sich Stadt und KV zu gleichen Teilen. Anschließend unterstützt die Stadt die Weiterbildung zum Facharzt (ca. fünf Jahre) mit einem Zuschuss in Höhe von 200 Euro monatlich. Die/Der Stipendiat/in muss sich verpflichten, nach Abschluss der Ausbildung, eine Praxis in Osterburg zu betreiben. Das gemeinsame Stipendium soll zunächst im Rahmen eines Modellprojektes in den kommenden Jahren an drei Bewerber vergeben werden. Ziel ist es, hierfür eine/n Abiturientin/en des örtlichen Markgraf-Albrecht-Gymnasiums zu gewinnen.

Das Stipendium ist Bestandteil eines Grundsatzbeschlusses zur medizinischen Versorgung in der Hansestadt Osterburg (Altmark), welchen der Bürgermeister als „Leitfaden zur Ärzteversorgung“ in den Stadtrat zur Beratung und Beschlussfassung eingebracht hat. Vorausgegangen waren Beratungen mit den Ärzten der Stadt, der KVSA, dem Deutschen Roten Kreuz und Krankenkassen. Ziel ist es, auch in Zukunft Ärzte für Osterburg zu gewinnen und den Patienten den Zugang zur medizinischen Versorgung zu erleichtern. Zum Beispiel soll ein Bürgerbus älteren Menschen auf dem Weg zur Praxis helfen. Durch Beratung und Einsatz moderner technischer Hilfsmöglichkeiten wollen wir die Verbleibevoraussetzungen für unsere älteren Bürgerinnen und Bürger in der eigenen Häuslichkeit verbessern. Medizinern, die sich bei uns niederlassen wollen, soll eine Förderung beim Bau oder der Sanierung ihrer Praxis angeboten sowie bei der Grundstückssuche geholfen werden. Medizinstudenten im Praxisjahr soll eine kostenlose Unterkunft angeboten werden, um sie für Osterburg zu gewinnen. Auch die Öffentlichkeitsarbeit soll sich verbessern und an den Interessen von Patienten und Ärzten
ausgerichtet sein.

Der Bürgermeister ist überzeugt, dass es mit diesem Paket an Maßnahmen gelingen wird, Osterburg auch in Zukunft als eine Stadt mit ausgewogener medizinischer Versorgung und zufriedenen Patienten zu präsentieren.