Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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KVSA finanziert weitere Studienplätze für werdende Landärzte 21. 08. 2015

Sachsen-Anhalt braucht bis 2025 über 800 Hausärzte. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) geht mit der Finanzierung von Studienplätzen einen neuen Weg. Durch eine Vereinbarung mit der Universität Witten/Herdecke können jährlich vier Nachwuchsärzte das Studium mit dem Ziel aufnehmen, zukünftig im ländlichen Bereich Sachsen-Anhalts die Absicherung der Versorgung der Patienten zu unterstützen. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2016/2017 endet am 16. Oktober 2015.

Im Frühjahr 2015 hat die KVSA erstmals Studienplätze für Humanmedizin an der Universität Witten/Herdecke ausgeschrieben. Die Bewerber/innen haben das Auswahlverfahren bei der KVSA durchlaufen und befinden sich derzeit im Bewerbungsverfahren an der Universität Witten/Herdecke.
Bis zum 16. Oktober 2015 können sich Interessierte bei der KVSA für einen Medizinstudienplatz für das Wintersemester 2016/2017 bewerben. Die Ausschreibung ist auf der Homepage der KVSA unter www.kvsa.de/studium zu finden. Dr. Burkhard John, Vorsitzender des Vorstandes der KVSA erklärt: „Das Auswahlverfahren baut nicht ausschließlich auf der Abiturnote auf. Vielmehr geht es darum, junge Nachwuchsärzte zu finden, die sich für den Hausarztberuf und das Leben auf dem Land begeistern.“

Im Anschluss durchlaufen die Interessenten das Bewerbungsverfahren bei der Universität Witten/Herdecke. Die Bewerber/innen, die von der Universität Witten/Herdecke eine Zulassung zum Studium der Humanmedizin erhalten, treffen mit der KVSA eine Vereinbarung, auf deren Grundlage sie nach dem Abschluss des Studiums die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin absolvieren und anschließend in einer Region Sachsen-Anhalts mit hausärztlichem Versorgungsbedarf tätig werden.

Die Finanzierung von Studienplätzen an der Universität Witten/Herdecke aus dem Strukturfonds, den die KVSA und die Krankenkassen jeweils hälftig speisen, ist ein weiterer Baustein, um die medizinische Versorgung in den ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts auch zukünftig sicherstellen zu können. Die KVSA hat darüber hinaus ein umfangreiches Förderprogramm aufgelegt, um Medizinstudierende an die Tätigkeit des Hausarztes auf dem Land heranzuführen. Die Erfahrung zeigt, dass das vorrangig klinisch geprägte Studium wenig Raum lässt, um die ambulante Tätigkeit kennenzulernen. Die Förderung praktischer Studienzeiten in Praxen in ländlich geprägten Regionen, das Angebot von Informationsveranstaltungen und Workshops in den Regionen und der direkte Kontakt mit tätigen Hausärzten tragen dazu bei, die hausärztliche Tätigkeit in den Fokus der Studierenden zu rücken.