Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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KVSA begrüßt die Einführung der Landarztquote 27. 09. 2019

Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) begrüßt den Beschluss des Landtages zur Einführung der Landarztquote an den Universitäten in Sachsen-Anhalt. Der Beschluss des Landarztgesetzes Sachsen-Anhalt ist ein weiterer wichtiger Baustein für die Sicherstellung der ambulanten medizinischen Versorgung – auch in Zukunft.

„Die KVSA hat auf Grund des zu erwartenden Mangels an Hausärzten in den letzten Jahren sehr umfangreiche Maßnahmen ergriffen, um drohenden Engpässen in der hausärztlichen Versorgung entgegenzuwirken. Wir begrüßen daher den Beschluss zur Einführung einer Landarztquote an unseren Universitäten sehr, weil sie helfen wird, langfristig das Problem des Hausarztmangels zu mindern“, sagte Dr. Burkhard John, Vorsitzender der KV Sachsen-Anhalt.

Dabei ist die KVSA auch ungewöhnliche Wege gegangen, um dem Ärztemangel entgegen zu treten Genannt sei der Kauf von Studienplätzen an einer privaten Universität, weil zum damaligen Zeitpunkt kein Weg zu einer Landarztquote an den staatlichen Universitäten führte. Umso mehr begrüßen wir die Einführung der Landarztquote in Sachsen-Anhalt.

Mit der Einführung einer Landarztquote besteht die Möglichkeit, bereits bei der Vergabe der Studienplätze an den Universitäten Magdeburg und Halle neben der fachlichen Eignung für das Medizinstudium vor allem die Motivation und persönliche Geeignetheit für eine hausärztliche Tätigkeit in ländlichen Regionen zu berücksichtigen und so Bewerber zu finden, die nach Abschluss des Studiums und der Facharzt-Weiterbildung die medizinische Versorgung der Bevölkerung auf dem Land übernehmen.

Die Vergabe von 20 Studienplätzen pro Jahr im Rahmen der Landarztquote gibt ein Stück Planungssicherheit für die zukünftige Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung im Land.

Bereits zum jetzigen Zeitpunkt fehlen in Sachsen-Anhalt über 160 Hausärzte. 176 tätige Hausärzte sind heute 65 Jahre und älter. Die Nachbesetzung hausärztlicher Praxen, insbesondere in ländlichen Regionen, wird immer schwieriger. Prognosen zeigen, dass im Jahr 2032 weitere 262 Hausärzte fehlen werden.