Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Hausarztvertrag wird digitaler 12. 02. 2020

 

Mit dem neu vereinbarten Innovationszuschlag wird der Vertrag zur Hausärztlichen Versorgung (HZV) zwischen der Techniker Krankenkasse (TK) mit dem Hausärzteverband Sachsen-Anhalt e. V. und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt digitaler.

Die Vertragspartner erleichtern den nahezu 1.300 am Vertrag teilnehmenden Hausärztinnen und -ärzten im Bundesland mit dieser Förderung die Anwendung digitaler Versorgungselemente. Ziel ist es, durch die Nutzung von Online-Terminbuchungen, Videosprechstunden oder Diensten zum elektronischen Austausch von Arztbriefen und Ähnlichem, die sektorenübergreifende Vernetzung im Gesundheitswesen Sachsen-Anhalts voranzutreiben. Sofern die ärztlichen Teilnehmer zwei der fünf Elemente umsetzen, erhalten Sie eine finanzielle Unterstützung über den Vertrag.

Derzeit nehmen zwischen Harz und Havel rund 26.000 TK-Versicherte an dem seit zehn Jahren bestehenden HZV-Vertrag teil. Das ist knapp ein Fünftel aller in Fragen kommenden TK-Versicherten über 18 Jahren. Damit liegt die Quote im Bundesländervergleich mit Abstand am höchsten.

Fortgeführt wird als Grundelement des HZV-Vertrages das sogenannte Lotsenprinzip, bei dem der Hausarzt bis auf wenige Ausnahmen immer erster Ansprechpartner bleibt. Ergänzt wird die medizinische Versorgung durch die Aufnahme zusätzlicher Leistungen zur Früherkennung und Behandlung von Begleiterkrankungen der Volkskrankheiten Diabetes mellitus und Hypertonie.

Statements:
"Medizinische Versorgungsabläufe beginnen häufig in den Hausarztpraxen. Das macht sie zum wichtigen Ausgangspunkt für eine digitale Gesundheitsversorgung. Es freut mich daher besonders, dass in Sachsen-Anhalt bereits neun von zehn Hausärzten am HZV-Vertrag teilnehmen. Das sind so viele wie sonst nirgendwo in Deutschland ", so Steffi Suchant, Leiterin der TK-Landesvertretung.

“Mit dem Innovationszuschlag unterstützen wir die Hausarztpraxen bei der voranschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen und fügen der hausarztzentrierten Versorgung eine weitere wichtige Komponente hinzu“, erklärt Stefan Andrusch, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Sachsen-Anhalt e. V.

Dr. Burkhard John, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt ergänzt: „Die Module zur Früherkennung von Begleiterkrankungen bei Diabetes mellitus und Hypertonie bringen wesentliche Vorteile mit sich, da so durch frühzeitige Diagnostik im Bedarfsfall entgegengewirkt werden kann.“