Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Förderungen für Arztansiedlung werden erweitert – bis zu 60.000 Euro (Kopie 1) 11. 01. 2016

Mit erweiterten Fördermöglichkeiten seit dem 1. Januar 2016 führt die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) die schon seit Längerem bestehenden Förderungen der ambulanten ärztlichen Tätigkeit im erweiterten Maß fort. Die Grundlage dafür bildet der Beschluss des Landesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, einem Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung, Sicherstellungszuschläge für die vertragsärztliche Tätigkeit zu gewähren. Damit soll auch perspektivisch eine bedarfsorientierte und strukturierte ambulante medizinische Versorgung gesichert werden können.

Durch den Beschluss des Landesausschusses wurden die Bereiche in Sachsen-Anhalt festgestellt, in denen zukünftig Unterversorgung in der hausärztlichen Versorgung drohen könnte. In diesen Bereichen können Praxisübernahmen oder Neuansiedlungen von Hausärzten mit einer Pauschale von bis zu 60.000 Euro gefördert werden. Erfolgt die Praxisgründung oder -fortführung in einem Gebiet der kreisfreien Städte oder in einem Gebiet, das am 31.12.1991 zum Territorium einer damaligen Kreisstadt gehörte, ist die Förderung mit einer Pauschale bis zu 30.000 Euro möglich. Für ausgewählte Bereiche gilt dies auch für Niederlassungen im Fachgebiet der Augenheilkunde.

Für eine zusätzliche Förderung der Weiterbildung, auch in der Augenheilkunde und weitere ausgewählte Fördermaßnahmen stehen pro Jahr Mittel bis zur Höhe von 900.000 Euro zur Verfügung, die jeweils zur Hälfte von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt sowie von den Krankenkassen getragen werden.

Dr. Burkhard John, Vorsitzender des Vorstandes der KVSA unterstreicht: „Mit der Ausweitung der Fördermöglichkeiten setzen wir den Weg gezielter Förderprogramme für den vertragsärztliche Tätigkeit stetig fort und schaffen somit Rahmenbedingungen, die der demografischen Entwicklung im Land Rechnung tragen. Mit gezielten Fördermaßnahmen während des Studiums, Stipendienprogrammen und diversen Unterstützungsangeboten im Rahmen der Praxisgründung steuert die Kassenärztliche Vereinigung seit Jahren den sich entwickelnden Versorgungsproblemen entgegen. Sachsen-Anhalt ist das Land mit der ältesten Bevölkerung bundesweit und das Durchschnittsalter erhöht sich weiter. Dem entspricht der wachsende Bedarf an ambulanten ärztlichen Leistungen. Gegenläufig ist die Entwicklung der Arztzahlen. Speziell bei Hausärzten ist das Durchschnittsalter hoch und dementsprechend viele Ärzte gehen in den Ruhestand. Frei werdende Arztsitze können in vielen ländlichen Regionen, aber auch schon im Umland größerer Städte nur schwer wieder besetzt werden. Hier setzen die Förderprogramme an, mit denen wir dem aufgezeigten Trend entgegenwirken und die medizinische Versorgung vor allem in den Regionen mit bestehender bzw. drohender Unterversorgung auch in Zukunft sicherstellen wollen.“

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