Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

Navigation und Suche

Arzt- und Psychotherapeutensuche

Pressemitteilungen Detail

25 Jahre KV Sachsen-Anhalt 30. 09. 2015

Die ärztliche Selbstverwaltung in Sachsen-Anhalt blickt zurück auf ihre 25-jährige Geschichte, die geprägt wurde von großem Engagement und persönlichen Einsatz. Der Umbau eines staatlich organisierten Gesundheitswesens in ein privat ausgerichtetes System, erfolgte im ambulanten Bereich fast geräuschlos und führte schnell zu einer qualitativ hochwertigen und umfassenden Versorgung.

Als 1990 die Ärzte in Sachsen-Anhalt an verschiedenen Orten bereits vor der offiziellen Gründung der KVSA als Körperschaft des öffentlichen Rechts „Ihre“ Kassenärztlichen Vereinigungen als Vereine gründeten, war die Aufbruchsstimmung zu spüren. Bei der Umgestaltung des Gesundheitssystems wurde von den Ärzten zusätzlich zu der Versorgung ihrer Patienten viel Neues geleistet. Das Engagement in der ärztlichen Selbstverwaltung KV, aber auch der Aufbau der eigenen Praxis forderte einen großen persönlichen und zeitlichen Einsatz ab. In diesen Zeiten war das Thema Ärztemangel nicht existent, ganz im Gegenteil, in die sich etablierenden Strukturen niedergelassener Ärzte trat durch neue gesetzliche Maßgaben eine Bedarfsplanung mit Zulassungseinschränkungen, um die Verteilung der Niederlassungen zu steuern und die Anzahl der Ärzte in der ambulanten Versorgung zu begrenzen. Die „Ärzteschwemme“ war Anfang der 90er Jahre ein in diesem Zusammenhang oft genutztes Wort. Der Umbau eines staatlichen Gesundheitswesens mit vielen Defiziten in ein privat organisiertes System erfolgte im ambulanten Bereich fast geräuschlos und führte schnell zu einer qualitativ hochwertigen ambulanten Versorgung.

Die nach zehn Jahren zu einer gut aufgebauten Selbstverwaltungskörperschaft erstarkte KVSA stellte als eine der ersten Institutionen öffentlich das Ende dieser sogenannten Ärzteschwemme fest und verkündete schon 2002 den heraufziehenden Ärztemangel. Anfangs wurde diese Feststellung noch vielfach negiert, mittels Gutachten bekämpft oder einfach ignoriert. Wiederum zehn Jahre später ist der Ärztemangel allgegenwärtig, in der ambulanten Medizin und auch im Krankenhaus. Die 2002 von der KVSA eingeleiteten Maßnahmen gegen den Ärztemangel sind zwischenzeitlich immer weiter ausgebaut worden. Von Steuerungsanreizen über eine Förderung der Weiterbildung bis zur Schaffung von Studienplätzen reichen die Maßnahmen heute. Neue Versorgungsstrukturen wurden frühzeitig erprobt und etabliert. Einiges davon wurde vom Gesetzgeber aufgegriffen und vieles wird nun auch in anderen Bundesländern angeboten. In Sachsen-Anhalt haben die Maßnahmen der KVSA geholfen, die Sicherstellung trotz des nicht mehr lokal begrenzten Problems Ärztemangel weiter zu gewährleisten.

Der Vorsitzende der KV Dr. Burkhard John sagte bei der Veranstaltung zum 25. Jahrestag: „Die KV Sachsen Anhalt ist auch 25 Jahre nach ihrer Gründung ein stabiler und innovativer Partner der Politik und der Krankenkassen und wird auch weiterhin die Interessen ihrer Mitglieder in allen Bereichen vertreten. Sie wird alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die ambulante medizinische Versorgung der Bevölkerung auf hohem Niveau zu erhalten.“