Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Hinweise zur Grippeschutzimpfung für die Saison 2022/2023

Hinweise zur Grippeschutzimpfung für die Saison 2022/2023
 

Personenkreis

  • Abweichend von den Empfehlungen der STIKO können in Sachsen-Anhalt alle Personen, die das wünschen, entsprechend der arzneimittelrechtlichen Zulassungen der Impfstoffe gegen Influenza geimpft werden. Rechtliche Grundlage dafür ist der Runderlass des Ministeriums für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt vom 14. September 2005.

Impfstoffe

  • Personen ab 60 Jahre: In der Saison 2022/2023 können Personen ab 60 Jahre sowohl mit einem Hochdosis-Impfstoff (zurzeit: Efluelda®) als auch mit einem inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Impfstoff zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geimpft werden. Die STIKO empfiehlt die Impfung mit dem Hochdosisimpfstoff. Das Bundesgesundheitsministeriums hat mit einer Rechtsverordnung festgelegt, dass für Personen ab 60 Jahre, die den Hochdosisimpfstoff nicht wünschen oder erhalten können, auch eine Impfung mit einem inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Impfstoff zulasten der GKV erfolgen kann. Dessen ungeachtet ist die Impfung von Personen ab 60 Jahre mit dem Hochdosisimpfstoff wirtschaftlich. Die Rechtsverordnung gilt bis zum 31. März 2023.
  • Personen ab 6 Monate bis 59 Jahre: Für diese Personen soll die Impfung mit einem inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Impfstoff erfolgen. Bei der Auswahl der Impfstoffe gilt das Wirtschaftlichkeitsgebot. Die verfügbaren quadrivalenten Grippeimpfstoffe unterscheiden sich in ihrer Zulassung innerhalb der Altergruppen.
  • Einzelfall LAIV: Sofern bei einer Person im Alter von 2 bis einschließlich 17 Jahren im medizinisch begründeten Einzelfall eine Impfung mit inaktivierten, quadrivalenten Influenza-Impfstoffen nicht durchgeführt werden kann (beispielsweise bei Spritzenphobie, Gerinnungsstörungen, etc.), können Mehrkosten durch die Anwendung eines nasalen attenuierten Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV) gerechtfertigt sein.

Verordnung

  • Grippeimpfstoffe werden im Rahmen des Sprechstundenbedarfes verordnet. Die Verordnung der Grippeimpfstoffe erfolgt produkt- bzw. herstellerbezogen. Es sollen mindestens 10, maximal 210 Impfdosen je Rezept, bei maximal 70 Impfdosen je Rezeptteile verordnet werden. Bei höherem Bedarf sind mehrere Rezepte auszustellen.
  • Auf dem Arzneiverordnungsblatt sind die Ziffern 8 und 9 in die Felder "8" (Impfstoff) und "9" (Sprechstundenbedarf) einzutragen.
  • Einzelfall LAIV: Im begründeten Einzelfall kann ein nasaler attenuierter Influenza-Lebens-impfstoff (LAIV) verordnet werden. Diese Verordnung erfolgt auf Namen des Versicherten zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse, bei der die Person versichert ist (ebenfalls Muster 16).

Eine Preisübersicht finden Sie hier.

Welche Impfstoffmengen sollen verordnet werden?

  • Die Planung für die Saison 2022/2023 soll anhand des Bedarfs in der laufenden Saison erfolgen. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten wird empfohlen, für einen gegebenenfalls notwendigen Mehrbedarf verstärkt konventionellen inaktivierten quadrivalenten Grippeimpfstoff einzuplanen.