Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Ansprechpartner

IT-Service der KV Sachsen-Anhalt
Doctor-Eisenbart-Ring 2
39120 Magdeburg
Tel: 0391/627-7000
Fax: 0391/627-87-7000

Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)

Beim VSDM geht es darum, die Versichertenstammdaten der gesetzlich Krankenversicherten, die auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) gespeichert sind, aktuell zu halten. Zum VSDM sind alle Praxen gesetzlich verpflichtet. Persönliche Daten und Angaben zur Krankenversicherung können in der Praxis eingelesen und automatisiert aktualisiert werden. Mit dem VSDM können Vertragsärzte und -psychotherapeuten zudem elektronisch prüfen, ob die eGK gültig ist. Praxen müssen das VSDM bei jedem ersten Arzt-Patienten-Kontakt im Quartal durchführen und dies gegenüber der KV nachweisen. Anderenfalls drohen laut Gesetz Honorarkürzungen (Paragraf 291 Absatz 2b SGB V). 

 

Notfalldatenmanagement (NFDM)

Beim Notfalldatenmanagement geht es darum, in einem medizinischen Notfall wichtige notfallrelevante Informationen direkt von der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) abrufen zu können. Das können zum Beispiel Informationen zu Diagnosen oder Medikationen sein. Vorab muss geprüft werden, ob die Anlage medizinisch notwendig ist. Patienten müssen darüber aufklärt und eine Einwilligung eingeholt werden. Anschließend wird der Datensatz elektronisch signiert und auf der eGK gespeichert. Den Notfalldatensatz lesen dürfen bei einem medizinischen Notfall Ärztinnen und Ärzte, Notfallrettungskräfte oder andere Personen, die einen elektronischen Heilberufsausweis besitzen. Bei einem normalen Praxisbesuch dürfen Ärztinnen und Ärzte die Notfalldaten nur lesen oder bearbeiten, wenn die Patienten dem ausdrücklich zustimmen. Auf der eGK wird genau protokolliert, wer wann wo auf den Notfalldatensatz zugegriffen hat.

 

Elektronischer Medikationsplan (eMP)

Der elektronische Medikationsplan (eMP) ist die digitale Weiterentwicklung des bereits im Oktober 2016 eingeführten bundeseinheitlichen Medikationsplans (BMP). Mit dem eMP wird der Medikationsplan nicht mehr nur auf Papier ausgedruckt, sondern auf der eGK gespeichert. Fachärzte und Apotheker sind dann ebenso zur Aktualisierung der Daten verpflichtet. So sind sie immer auf dem neuesten Stand. Zur Aktualisierung des eMP sind sowohl alle Fachärztinnen und Fachärzte als auch die Apotheken verpflichtet, sobald sie die Medikation ändern oder ausreichend Kenntnis über eine Änderung haben. Voraussetzung ist die Zustimmung der Patienten. Später kommen weitere Funktionalitäten dazu, etwa historisierte Arzneimitteldaten.

 

Elektronische Patientenakte (ePA)

Die elektronische Patientenakte (ePA) ist das zentrale Element der vernetzten Gesundheitsversorgung und der Telematikinfrastruktur. Spätestens ab Januar 2021 müssen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten eine solche ePA anbieten. Danach haben Patientinnen und Patienten Anspruch darauf, dass ihre Ärztin oder ihr Arzt ihre ePA befüllt. Folgende Informationen über einen Patienten können in der ePA gespeichert werden:

  • Befunde
  • Diagnosen
  • Therapiemaßnahmen
  • Behandlungsberichte
  • Impfungen

Damit ist eine fall- und einrichtungsübergreifende Dokumentation möglich. Die ePA unterstützt außerdem den Notfalldatensatz und den elektronischen Medikationsplan sowie elektronische Arztbriefe. Die ePA ersetzt nicht die Kommunikation unter den Ärzten oder zu anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens.