Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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KBV-Richtlinie zu eAU und eRezept

Übergangsregelung für die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
und die elektronische Arzneimittelverordnung bis zum 30. Juni 2022

Ab dem dem 1. Januar 2022 sollen die Praxen die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und auch die elektronische Arzneimittelverordnung (eRezept) ausschließlich elektronisch nutzen. Die Erfahrungen nach dem Start der eAU haben jedoch gezeigt, dass die notwendigen Komponenten und Installationstermine in den Praxen nicht zeitgerecht verfügbar sind und es zudem beim Betrieb der eAU zu einem hohen Fehleraufkommen gekommen ist. Dieses beeinträchtigt den Praxisbetrieb sehr. Damit kann diese Technik nicht zum vorgegebenen Zeitpunkt ab dem 1. Januar 2022 umfänglich genutzt werden.

Die KBV und die KVen gehen davon aus, dass die erforderlichen Prozesse, Komponenten und die betriebsfähige Einrichtung in den Praxen zur Unterstützung der für die Versicherten wesentlichen Leistungen frühestens Mitte 2022 flächendeckend zur Verfügung stehen werden. Um die Versorgung der Versicherten ab dem 1. Januar 2022 weiterhin sicherzustellen, hat der Vorstand der KBV nach Beratung mit den KVen im Rahmen seiner Richtlinienkompetenz nach § 75 Abs. 7 SGB V folgendes zur Durchführung der bestehenden Regelungen festgelegt:

Vertragsärzte können bis zum 30. Juni 2022 die Daten zur eAU und zum eRezept sowohl nach dem neuen Verfahren elektronisch übermitteln als auch parallel in diesem Zeitraum die Formulare weiterhin papierbasiert für die AU auf dem Muster 1 oder mittels Stylesheet und für das eRezept auf dem Muster 16 nutzen.

Mit dieser Regelung wird gewährleistet, dass die Versorgung bis zur flächendeckenden Etablierung von eAU und eRezept reibungslos laufen kann und soll bestehende Schwierigkeiten abfedern. Wir gehen davon aus, dass wir hiermit den bestehenden Sorgen von Ärzten und Patienten im Interesse der Versorgung gerecht werden. Dennoch sind die Praxen weiterhin aufgefordert, schnellstmöglich die notwendigen Komponenten wie einen KIM-Dienst oder den elektronischen Heilberufsausweis sowie die weiteren notwendigen Komponenten zu bestellen und im PVS einzurichten