Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Verordnung und Überweisung

 

Bitte geben Sie die GOP 88240 in der Abrechnung an den Tagen zusätzlich an, an denen Leistungen im Zusammenhang mit einem begründeten Verdacht auf eine SARS-CoV-2 Infektion oder eine COVID-19 Erkrankung erbracht wurden


Stand: 26.11.2021

Veranlasste Leistungen: Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie

  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) nach telefonischer Anamnese (gilt bis 31.12.2021)
    AU können per Telefon bei leichten respiratorischen Erkrankungen für bis zu 7 Tagen ausgestellt und einmalig  für weitere 7 Tage verlängert werden. Das gilt auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21). Für die Bestätigung der Schließung von Schule, Kita oder Behinderteneinrichtung ist Muster 21 nicht zu verwenden!
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  • Abrechnung der Portokosten für AU, (Folge)Verordnungen und Überweisungen nach telefonischer Anamnese oder Videosprechstunde mit Pseudo-GOP 88122 (90 Cent) (gilt bis 31.12.2021) für
    • AU-Bescheinigungen
    • Folgeverordungen von Arzneimitteln (auch BtM-Rezepte) sowie von Verband- und Hilfsmitteln, die auf Muster 16 verordnet werden
    • Folgeverordnungen für häusliche Krankenpflege (Muster 12)
    • Folgeverordnungen für Heilmittel (Muster 13 Physiotherapie, Podologische Therapie, Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie, Ergotherapie und Ernährungstherapie).
    • Überweisungen (Muster 6 und 10)
    • Verordnung einer Krankenbeförderung (Muster 4)
       
  • Verordnungen nach telefonischer Anamnese bei bekannten Patienten (gilt bis 31.12.2021)
         Folgeverordnungen
    • Häusliche Krankenpflege
    • Heilmittel
    • Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind sowie Zubehörteile oder Ersatzbeschaffungen (keine Seh- und Hörhilfen)
      Verordnungen:
    • Krankenbeförderung: Verordnungen von Krankenfahrten und Krankentransporten
      Hinweis:
    • Arzneimittelrezepte durften Vertragsärzte auch bisher schon in Ausnahmesituationen per Post an Patienten senden. Voraussetzung dafür ist, dass der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist.
       
  • Frist für Vorlage bei der Krankenkasse: 10 Tage (gilt bis 31.12.2021)
    Innerhalb von 10 Arbeitstagen (statt 3 Arbeitstagen) müssen Versicherte eine Verordnung zur Genehmigung bei ihrer Krankenkasse vorlegen:
    • Häusliche Krankenpflege
    • Soziotherapie
    • Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung
       
  • Häusliche Krankenpflege (gilt bis 31.12.2021)
    • Folgeverordnungen dürfen rückwirkend für bis zu 14 Kalendertage ausgestellt werden (bisher waren rückwirkende Verordnungen grundsätzlich nicht zulässig und Ausnahmefälle besonders zu begründen - dies gilt nur noch für Erstverordnungen).
    • Notwendigkeit für eine längere Dauer muss nicht begründet werden.
    • Folgeverordnung kann früher ausgestellt werden (bisher in den letzten 3 Arbeitstagen vor Ablauf des verordneten Zeitraums).
       
  • Heilmittel (gilt bis 31.12.2021)
    • Behandlungen können länger als 14 Tage unterbrochen werden.
       
  • Krankentransporte (nicht Krankenfahrt im Taxi) von nachweislich an COVID-19-Erkrankten zu einer nicht aufschiebbaren, zwingend notwendigen ambulanten Behandlung sind genehmigungsfrei. Dies gilt auch für Patienten, die nach behördlicher Anordnung unter Quarantäne stehen (galt bis 24.11.2021, solange der Deutsche Bundestag eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hatte, ggf. erfolgt am 02.12.2021 eine rückwirkend geltende Verlängerung).
     
  • Videobehandlung bei bestimmten veranlassten Leistungen (gilt bis 31.12.2021)
    • möglich bei Leistungen der psychiatrischen häuslichen Krankenpflege (pHKP), Soziotherapie, Heilmitteltherapie
    • Absprache erfolgt zwischen Therapeut und Patient, kein Hinweis auf Verordnung notwendig
       
  • Austauschmöglichkeiten bei der Arzneimittelabgabe in Apotheken (befristet bis 31.05.2022)
    Informationen der KVSA zur SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung
     
  • Verwendung von BtM-Rezeptformularen anderer Ärzte (befristet bis 31.05.2022)
    Informationen der KVSA zur SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung
     
  • Entlassmanagement (gilt bis 31.05.2022)
    Die Bescheinigung der AU sowie die Verordnung häuslicher Krankenpflege, Soziotherapie, SAPV, von Hilfsmitteln, Heilmitteln, Blutzuckerteststreifen und Verbandstoffen ist für 14 Tage möglich, die Begrenzung auf eine Arzneimittelpackung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen wurde ausgesetzt.

                                                KBV-Sonderregelungen für die ambulante Versorgung

                                  KBV-PraxisInfo "Sonderregelungen und veranlasste Leistungen im Überblick"

                                                           KBV-Themenseite zum Coronavirus

 

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Hinweise bei der Verordnung von Arzneimitteln im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie
 

Hinweis des BMG zur Verordnung von Arzneimitteln während der Coronavirus-Pandemie

Zur Vorbeugung von Arzneimittelversorgungsengpässen während der Coronavirus-Pandemie empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium (BMG):

  • die Verordnung von Arzneimitteln, insbesondere bei chronisch kranken Patienten, im gewohnten Umfang fortzusetzen werden (z.B. mit einer N3-Packung).
  • auf eine zusätzliche Ausstellung von Privatrezepten, soweit sie aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich sind, zu verzichten.
     

Auswahl der Packungsgrößen im Vertretungsfall

Im Rahmen der Behandlung einer chronischen Erkrankung können Arzneimittel ohne erforderliche spezielle Therapieüberwachung im Vertretungsfall nach ärztlicher Einschätzung im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebotes in größeren Packungsgrößen verordnet werden. Insbesondere sollten derzeit wegen der Pandemie und der notwendigen Kontaktreduktion auch im Vertretungsfall eher N3-Packungen verordnet werden.
Die Verordnung kleiner Packungsgrößen kann sinnvoll sein, wenn der Patient im Sinne einer Therapiekontrolle bzw. -überwachung seinen eigentlich behandelnden Arzt aufsuchen soll.