Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Verordnung, Überweisungen, Substitution, U-Untersuchungen

 

Bitte geben Sie die GOP 88240 in der Abrechnung an den Tagen zusätzlich an, an denen Leistungen im Zusammenhang mit einem begründeten Verdacht auf eine SARS-CoV-2 Infektion oder eine COVID-19 Erkrankung erbracht wurden


Stand: 28.03.2022

Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie

  • Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) nach telefonischer Anamnese (gilt bis 31.05.2022)
    AU können per Telefon bei leichten respiratorischen Erkrankungen für bis zu sieben Tage ausgestellt und einmalig  für weitere sieben Tage verlängert werden. Das gilt auch für die Ausstellung einer ärztlichen Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes (Muster 21). Für die Bestätigung der Schließung von Schule, Kita oder Behinderteneinrichtung ist Muster 21 nicht zu verwenden!
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  • Abrechnung der Portokosten für die AU nach telefonischer Anamnese mit Pseudo-GOP 88122 (90 Cent) (gilt bis 31.05.2022)
     
  • Austauschmöglichkeiten bei der Arzneimittelabgabe in Apotheken und Verwendung von BtM-Rezeptformularen anderer Ärzte (gilt bis 31.05.2022)
    Informationen der KVSA zur SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung
     
  • Erleichterungen bei der Substitutionstherapie (gilt bis 31.05.2022)
    Die Substitutionstherapie wird während der Coronavirus-Pandemie erleichtert. Substituierende Ärzte haben die Möglichkeit, bei der Behandlung von Opioidabhängigen von den Vorgaben der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung abzuweichen.
    • Behandlung von mehr Patienten
    • Verschreibung von Substitutionsmitteln für bis zu sieben aufeinanderfolgende Tage
    • Ausstellung von Folgerezepten durch Ärzte auch ohne persönliche Konsultation
    • Ggfs. erforderliche Beobachtung der Medikamenteneinnahme auch auf anderes Personal übertragbar, wenn durch medizinisches, pharmazeutisches oder pflegerisches Personal nicht möglich
       
  • Entlassmanagement (gilt bis 31.05.2022)
    Die Bescheinigung der AU sowie die Verordnung häuslicher Krankenpflege, Soziotherapie, SAPV, von Hilfsmitteln, Heilmitteln, Blutzuckerteststreifen und Verbandstoffen ist für 14 Tage möglich, die Begrenzung auf eine Arzneimittelpackung mit dem kleinsten Packungsgrößenkennzeichen wurde ausgesetzt.
     
  • U-Untersuchungen: Untersuchungszeiträume ab U6 ausgesetzt (gilt bis 30.06.2022)
    Ärzte können die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U6, U7, U7a, U8 sowie U9 auch durchführen und abrechnen, wenn die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten überschritten sind.

Vom G-BA vollständig oder abgewandelt in die Regelversorgung überführte Corona-Sonderregelungen:

  • Videotherapie bei Heilmitteln
  • verlängerte Vorlagefrist (4 Tage) für Verordnungen zur Genehmigung der häuslichen Krankenpflege durch die Krankenkasse und
  • Möglichkeit einer Krankschreibung per Videosprechstunde

Folgende Sonderregelungen enden zum 31. März 2022

  • Verordnungen veranlasster Leistungen nach telefonischer Anamnese bei bekannten Patienten (Heilmittel, Hilfsmittel, Krankentransport, Häusliche Krankenpflege)
       
  • Abrechnung der Portokosten für (Folge)Verordnungen und Überweisungen nach telefonischer Anamnese mit Pseudo-GOP 88122
     
  • Vorlagefrist für Genehmigungen für Soziotherapie und spezialisierte Ambulante Palliativversorgung bei der Krankenkasse (10 statt 3 Tage)
     
  • Häusliche Krankenpflege (Folgeverordnungen: Ausstellung früher als 3 Tage vor Ablauf, rückwirkend für bis zu 14 Kalendertage, keine Begründungspflicht bei längerer Dauer)
     
  • Heilmittel (Unterbrechung der Heilmittelbehandlung von mehr als 14 Tagen)
     
  • Krankentransporte (keine Genehmigung durch die Krankenkasse für Fahrten von nachweislich an COVID-19-Erkrankten und unter Quarantäne stehenden Patienten zu ambulanten Behandlungen)
     
  • Videobehandlung bei den veranlassten Leistungen psychiatrische häusliche Krankenpflege und Soziotherapie

                                                KBV-Sonderregelungen für die ambulante Versorgung

                                  KBV-PraxisInfo "Sonderregelungen und veranlasste Leistungen im Überblick"

                                                           KBV-Themenseite zum Coronavirus

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Hinweise bei der Verordnung von Arzneimitteln im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie
 

Hinweis des BMG zur Verordnung von Arzneimitteln während der Coronavirus-Pandemie

Zur Vorbeugung von Arzneimittelversorgungsengpässen während der Coronavirus-Pandemie empfiehlt das Bundesgesundheitsministerium (BMG):

  • die Verordnung von Arzneimitteln, insbesondere bei chronisch kranken Patienten, im gewohnten Umfang fortzusetzen werden (z.B. mit einer N3-Packung).
  • auf eine zusätzliche Ausstellung von Privatrezepten, soweit sie aus ärztlicher Sicht nicht erforderlich sind, zu verzichten.
     

Auswahl der Packungsgrößen im Vertretungsfall

Im Rahmen der Behandlung einer chronischen Erkrankung können Arzneimittel ohne erforderliche spezielle Therapieüberwachung im Vertretungsfall nach ärztlicher Einschätzung im Sinne des Wirtschaftlichkeitsgebotes in größeren Packungsgrößen verordnet werden. Insbesondere sollten derzeit wegen der Pandemie und der notwendigen Kontaktreduktion auch im Vertretungsfall eher N3-Packungen verordnet werden.
Die Verordnung kleiner Packungsgrößen kann sinnvoll sein, wenn der Patient im Sinne einer Therapiekontrolle bzw. -überwachung seinen eigentlich behandelnden Arzt aufsuchen soll.