Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Glossar A

Service Glossar

Im Glossar finden Sie sämtliche Begriffe zu fachspezifischen Themen, aber auch eine Übersicht von Fremdwörtern, medizinischen Fachausdrücken, Behandlungsmethoden und Definitionen zu Fachpersonal.

Das Glossar erreichen Sie direkt von der Kopfzeile aller Seiten des Portals der Kassenärztlichen Vereinigung Sachen-Anhalts. Die Begriffe sind alphabetisch geordnet. Durch das Auswählen eines Buchstabens gelangen Sie zu dem Anfangsbuchstabens Ihrer Wahl.

Buchstaben

Ambulante Versorgung

Die Gesundheitsversorgung in Deutschland ist in ambulante und stationäre Bereiche aufgeteilt. Kern der ambulanten Versorgung sind die in eigener Praxis niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie die psychologischen Psychotherapeuten. Medizinische Versorgungszentren und Notfallpraxen ergänzen diese. In Deutschland organisieren 17 Kassenärztliche Vereinigungen die ambulante medizinische Versorgung. Sie sorgen für eine flächendeckende, wohnortnahe und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung. Die ambulante ärztliche Behandlung umfasst alle Tätigkeiten des Arztes, die zur präventiven bzw. kurativen (heilenden) Behandlung der Bürger erforderlich, ausreichend und zweckmäßig sind. Welche konkreten Untersuchungs- und Therapiemethoden im ambulanten Sektor angewendet werden, legt der Gemeinsame Bundesausschuss im sogenannten Leistungskatalog fest.

Analogpräparat

Analogpräparate haben pharmakologisch ähnliche oder gleichwertige Wirkungen wie bereits existierende Medikamente. Sie bieten in der Regel keine besonderen therapeutischen Vorteile, sind aber meist erheblich teurer als die Nachahmerpräparate (Generika).

Angestellter Arzt oder Psychotherapeut

Vertragsärzte dürfen drei teil- oder vollzeitbeschäftigte Ärzte in ihrer Praxis auf Dauer anstellen. Für medizinisch-technische Leistungen dürfen vier teil- oder vollzeitbeschäftigte Ärzte angestellt werden. Auf Antrag können sie weitere Mediziner einstellen. Die Möglichkeit, als angestellter Arzt zu arbeiten, ist für junge Ärzte interessant, die so mehr Zeit für die Erziehung ihrer Kinder haben bzw. das Risiko einer eigenen Praxis noch nicht eingehen möchten, aber auch für ältere Ärzte, die ihre Stundenzahl verringern möchten. Voraussetzung dafür, einen Arzt anstellen zu können, obwohl der Planungsbereich keine weitere Niederlassung zulässt, ist jedoch ein nicht mehr als um drei Prozent vergrößerter Leistungsumfang der Praxis. Häufig sind angestellte Ärzte in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ)  tätig.

Approbation

Die Approbation ist die offizielle Erlaubnis für den Arzt, den Heilberuf ausüben zu dürfen. Sie wird nach der jeweiligen Approbationsordnung von der zuständigen Behörde ausgesprochen. Dies kann entweder die Regierung beziehungsweise Bezirksregierung in dem jeweiligen Bundesland sein oder eine nachgeordnete Behörde wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales oder das Landesprüfungsamt für Heilberufe. Der Arzt muss hierfür sein Hochschulstudium der Humanmedizin und eine festgelegte praktische Ausbildung abgeschlossen und nachgewiesen haben.

Arznei- und Heilmittelbudget

Das Arznei- und Heilmittelbudget wurde mit dem Gesundheitsstrukturgesetz (1993) eingeführt. Es definiert eine gesetzlich festgelegte Obergrenze für die insgesamt von den Vertragsärzten veranlassten Ausgaben für Arznei-, Verband- und Heilmittel. Die Kassenärzte lehnten die Arzneimittelbudgets stets ab, weil medizinische Kriterien bei ihrer Festsetzung nicht ausreichend und die Altersentwicklung der Bevölkerung überhaupt nicht berücksichtigt wurden. Seit dem 1. Januar 2002 sind Arznei- und Heilmittelbudgets abgeschafft (siehe ABAG). Ersetzt wurden sie durch Ausgabenvolumen sowie Zielvorgaben, die von den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Krankenkassen zu vereinbaren sind.

Arzneimittelregress

Überschreitet ein Vertragsarzt seine Richtgröße um einen festgesetzten Wert, so überprüfen die Kassenärztliche Vereinigung und die Krankenkassen seine Verordnungen. Stellen sie dabei fest, dass der Arzt keine nachvollziehbaren Gründe für die Mehrverschreibungen dokumentiert hat, droht ihm ein sogenannter Individualregress.

Arztregister

Hier sind alle Ärzte einer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) eingetragen, die eine Zulassung besitzen oder diese beantragt haben. Möchte sich ein Arzt in einer KV eintragen lassen, muss er seine Geburtsurkunde, die Urkunde über die Approbation, einen Nachweis über die ärztliche Tätigkeit nach bestandener ärztlicher Prüfung und Urkunden über abgeschlossene Weiterbildungen vorlegen.

Arztsuche

Auf der Startseite sind unter „Arztsuche“ alle Vertragsärzte und -psychotherapeuten aus Sachsen-Anhalt zu finden. Solche Übersicht bieten alle Kassenärztlichen Vereinigungen für ihre Region. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) bietet unter www.kbv.de eine Arztsuche mit bundesweit allen Vertragsärzten und -psychotherapeuten. Für alle iPhone- bzw. iPad-Nutzer bietet die KBV eine App zur bundesweiten Suche an.

Aut idem

"Oder das Gleiche" - mit diesem lateinischen Ausdruck beschreiben Fachleute eine Regel bei der Verordnung von Arzneimitteln. Verschreibt der Arzt ein Medikament „aut idem“, kann der Apotheker auch ein anderes Präparat mit dem gleichen Wirkstoff abgeben. Seit 2002 ist das die Regel. Erst wenn der Arzt auf dem Rezept vor dem Medikament ein Kreuz macht, darf der Apotheker nur das genannte Präparat abgeben.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Der ärztliche Bereitschaftsdienst wird von der KV in üblichen sprechstundenfreien Zeiten vorgehalten. In der Regel ist dies von Freitagabend bis Sonntag ... Uhr der Fall. Die Bürger können in diesen Zeiten entweder eine Notfallambulanz aufsuchen oder einen regional bekannt gegebenen Arzt. Es ist auch möglich, einen Hausbesuch anzufordern, wenn es die Situation erfordert.