Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

Navigation und Suche

Arzt- und Psychotherapeutensuche

Pflichtfelder sind mit einem * gekennzeichnet.


Pressemitteilungen Detail

Ergänzung zum Kooperationsvertrag abgeschlossen 13.08.2012

Ihrem seit dem Jahr 2008 bestehenden Kooperationsvertrag haben die Stadt Wernigerode und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) heute eine ergänzende Vereinbarung hinzugefügt. Der Oberbürgermeister von Wernigerode, Peter Gaffert, und der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt, Dr. Burkhard John, unterzeichneten diese im Beisein von Vertretern der Medien.

Während es im Kooperationsvertrag darum geht, niederlassungswillige Ärzte bei der Suche nach einem geeigneten Praxisstandort und bei der Inanspruchnahme von wirtschaftlichen Fördermaßnahmen zu unterstützen, beinhaltet die neue Vereinbarung, dass Ärzten in Weiterbildung und Vertragsärzten von der Stadt Wernigerode im Rahmen des gesetzlichen Wunsch- und Wahlrechts der Eltern unterstützend Plätze für ihre Kinder in den Kindertagesstätten zur Verfügung gestellt werden. „Bereits jetzt“, informiert der Oberbürgermeister, „bieten drei Kindertagesstätten der Stadt bei dienstlichem Bedarf eine Betreuung der Kinder bis 20:30 Uhr an.“

Die Attraktivität einer Stadt oder einer Region wächst für  Niederlassungswillige junge Mediziner in dem Maße, wie nicht nur die wirtschaftlichen Voraussetzungen und die Arbeitsbedingungen gegeben sind, sondern auch, wie Familienfreundlichkeit gelebt wird. Aus dem weiter wachsenden Arztmangel ergibt sich die Notwendigkeit, dass die KVSA und kommunale Partner noch stärker als bisher Hand in Hand arbeiten, um alle Potenziale zu nutzen, damit jungen Medizinern bei der Ansiedlung mit konkreten Maßnahmen geholfen werden kann.

Dr. Burkhard John betont: „Es ist sehr wichtig, dass wir noch näher an die Landkreise und Kommunen heranrücken, um gemeinsam auszuloten, wie wir jungen Kollegen zum Beispiel Wernigerode als ein attraktives Lebensumfeld nahebringen können. Vor allem müssen wir schon die Medizinstudenten ansprechen und ihnen zeigen, dass es beruflich herausfordernd ist, Hausarzt zu sein und man eine hohe Arbeitszufriedenheit erreichen kann. Das wollen wir mit der gemeinsamen Koordinierungsstelle für Allgemeinmedizin (KOSTA) von Ärztekammer Sachsen-Anhalt und KVSA erreichen, die die Studenten bis zum Facharzt für Allgemeinmedizin begleitet. Hier kommt den Regionalverbünden wie dem im Mai diesen Jahres gegründeten Verbund Harz eine besondere Rolle
zu.“

Oberbürgermeister Peter Gaffert erhofft sich von der neuen Vereinbarung „eine weiterhin gesicherte ärztliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt und ihrer Ortsteile als wichtigen Faktor für Lebensqualität.“

Noch immer verschärft sich der Ärztemangel im hausärztlichen und in ausgewählten fachärztlichen Bereichen. Zu viele Arztpraxen werden ersatzlos aufgegeben. Die Anzahl der Hausärzte ist von 1.659 im Jahr 2000 auf 1.421 im Jahr 2011 (Stand: 31.12.2011) gesunken. Im Planungsbereich Wernigerode können sich derzeit 20 Hausärzte niederlassen. In ganz Sachsen-Anhalt sind es 406. Auch Facharztstellen können zunehmend nicht mehr nachbesetzt werden.