Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Impfungen gegen das Coronavirus

Impfungen gegen das Coronavirus

Mit der Zulassung und Auslieferung des ersten Impfstoffes wurde auch in Sachsen-Anhalt mit den Impfungen begonnen.

Die KVSA hat die Koordination bzw. Einsatzplanung der Ärzte übernommen. Im ersten Schritt werden die Bewohner*innen in Pflegeheimen geimpft. Die Einsätze in den Pflegeheimen werden je nach Anzahl der ausgelieferten Impfstoffdosen in Abstimmung mit den Landkreisen/kreisfreien Städten geplant.

Die Landkreise/kreisfreien Städte stellen Personal, das die Dokumentation in einem gesonderten Praxisverwaltungssystem übernimmt. Eine Dokumentation im Praxisverwaltungssystem der Praxen ist nicht erforderlich. Darüber hinaus stellt der Landkreis/die kreisfreie Stadt nichtärztliches Personal, welches das Aufziehen der Spritzen übernimmt und ggfs. auch die Impfung nach dem ärztlichen Gespräch mit dem Patienten und der Freigabe des Arztes zur Impfung durchführt. Zur Unterstützung der Ärzte kann zusätzlich auch nichtärztliches Praxispersonal zum Einsatz kommen.

Informationsmaterial:

Den zu impfenden Personen wird durch das Land bzw. die Landkreise/kreisfreien Städte ein Aufklärungsblatt sowie ein Anamnese-/Einwilligungsbogen zur Verfügung gestellt. Diese Unterlagen sollten von den Bewohnern der Pflegeheime bzw. Betreuern bereits ausgefüllt worden sein.

Die KVSA hat mit dem Land Sachsen-Anhalte eine Vereinbarung abgeschlossen.

Die Impfärzte treten mit der Durchführung der Impfungen und Abrechnung der Leistungen dieser Vereinbarung bei. Ein gesonderter Vertrag ist durch den Impfarzt nicht abzuschließen.

Abrechnung des Einsatzes:

Für Vertragsärzte:

Die Einsätze können mit der üblichen Quartalsabrechnung wie folgt abgerechnet werden:

  • GOP 90630 (je angefangenen 30 Minuten (50€) plus Angabe eines Multiplikators bei Einsätzen für länger als 30 Minuten
  • für Einsätze an Sonn- und Feiertagen, Silvester ist ein Zuschlag in Höhe von 10 Euro je angefangenen 30 Minuten zusätzlich zur GOP 90630 abrechnungsfähig. Der Zuschlag wird anhand des angegebenen Leistungsdatums von der KVSA zugesetzt,
  • für den Einsatz von nicht-ärztlichem Personal, ist je angefangenen 30 Minuten die GOP 90631 in Höhe von 15 Euro abrechnungsfähig. Bei mehr als 30-minütigem Einsatz erfolgt zusätzlich zu dieser GOP die Angabe des zutreffenden Multiplikators,
  • für Einsätze an Sonn- und Feiertagen, Silvester ist ein Zuschlag in Höhe von 2,50 Euro je angefangenen 30 Minuten für das nicht-ärztliche Personal, zusätzlich zu der GOP 90631 abrechnungsfähig. Der Zuschlag wird anhand des angegeben Leistungsdatums von der KVSA zugesetzt.
  • Kostenpauschale in Höhe von 40 Euro für die Nutzung des eigenen Fahrzeugs im Rahmen des mobilen Impfteams je Einsatzort einer Gemeinschaftseinrichtung (GOP 90632 unter Angabe des zutreffenden Multiplikators)
  • Bei Tätigkeiten in mobilen Impfteams werden Fahrtzeiten als Dienstzeiten gewertet.

Die Leistungen werden außerhalb RLV/QZV vergütet. Es werden keine Verwaltungskosten auf diese Leistungen erhoben.

Die GOP 90630, ggf. 90631 und/oder 90632 werden auf dem Behandlungsschein (Datensatz) eines Patienten der Praxis abgerechnet, der in dem Quartal bereits in Behandlung war und Leistungen erhalten hat unter Angabe des Einsatzdatums. Es ist unerheblich, ob der Patient in dem Pflegeheim, in dem der Einsatz stattfand wohnt oder nicht und ob dieser ausgewählte Patient eine COVID-19 Impfung erhalten hat. Diese Abrechnungsweise dient der Vereinfachung des Abrechnungsverfahrens.

Für Nichtvertragsärzte oder auf Wunsch auch für Vertragsärzte:

Sofern die Einsätze nicht über die Quartalsabrechnung abgerechnet werden sollen oder keine Quartalsabrechnung abgegeben werden kann (z.B. Ruheständler), kann eine Rechnung bei der KVSA eingereicht werden, in der die geleisteten Zeiten unter Angabe von Datum, Uhrzeit sowie Name und Ort des Pflegeheims anzugeben sind, gern unter Nutzung des Abrechnungsbogens.

  • Die Vergütung beträgt für Ärzte 50 Euro je angefangenen 30 Minuten (10 Euro Zuschlag je angefangenen 30 Minuten an Sonn- und Feiertagen sowie Silvester 2020). 
  • Für nichtärztliches Praxispersonal der Impfärzte beträgt die Vergütung 15 Euro je angefangenen 30 Minuten (2,50 Euro Zuschlag je angefangenen 30 Minuten an Sonn- und Feiertagen sowie Silvester 2020).
  • Für die Nutzung des eigenen Fahrzeugs im Rahmen des mobilen Impfteams wird je Einsatzort eine Kostenpauschale in Höhe von 40 Euro gewährt. Einsatzort ist eine Gemeinschaftseinrichtung.
  • Bei Tätigkeiten in mobilen Impfteams werden Fahrtzeiten als Dienstzeiten gewertet.

Impfärzte und ggfs. deren zum Einsatz kommendes nichtärztliches Praxispersonal können auf eigenen Wunsch geimpft werden.

Informationen zu den verfügbaren COVID-19-Impfstoffen:

Weitere Informationen