Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

Navigation und Suche

Arzt- und Psychotherapeutensuche

Pflichtfelder sind mit einem * gekennzeichnet.


Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zur Telematik-Infrastruktur

Ansprechpartner

IT-Service der KV Sachsen-Anhalt
Doctor-Eisenbart-Ring 2
39120 Magdeburg
Tel: 0391/627-7000
Fax: 0391/627-87-7000

 

Anbindung / technische Ausstattung

Was ist das E-Health-Gesetz?

Das „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“ – kurz E-Health-Gesetz – beschreibt das Vorgehen für die Einführung der Telematikinfrastruktur und nutzbringender Anwendungen im Gesundheitswesen. Die Informationstechnologie im Gesundheitswesen und die Wirtschaftlichkeit und Qualität der Patientenversorgung werden mit der Telematik-Infrastruktur gesichert und verbessert.

Was ist die Telematik-Infrastruktur (TI)?

Sie soll alle Beteiligten im Gesundheitswesen wie Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken, Krankenkassen miteinander vernetzen. Ein wesentliches Ziel ist es, dass medizinische Informationen, die für die Behandlung der Patienten benötigt werden, schneller und einfacher verfügbar sind und ein sicherer Datenaustausch stattfinden kann.

Wer muss sich an die TI anbinden?

Ärzte, Psychotherapeuten, Zahnärzte,  Krankenhäuser, Apotheken, Krankenkassen und KVen. Nach dem Gesetz werden Vertragsärzten die Honorare pauschal um ein Prozent gekürzt, wenn sie ab dem 1. Januar 2019 kein VSDM durchführen (siehe § 291 Absatz 2b Satz 14 SGB V).

Was ist das VSDM?

Das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) wird die erste online Anwendung der eGK. Ärzte sind spätestens ab dem 01.01.2019 dazu verpflichtet, online die Versichertenstammdaten auf der Karte zu prüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren.

Aktuell befinden sich folgende Informationen im VSDM:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Anschrift
  • Geschlecht
  • Krankenversichertennummer
  • Versichertenstatus

Welche Anwendungen kommen noch dazu?

  • Elektronischer Medikationsplan (BMP) - 2018
  • Notfalldatenmanagement (NFDM) - 2018
  • Elektronische Patientenakte - 2019

Wird ein elektronischer Heilberufeausweis (eHBA) benötigt?

Der eHBA ist für den Zugang zur TI keine Pflicht, wohl aber für bestimmte Anwendungen der TI. Bereits jetzt wird der Ausweis für die qualifizierte elektronische Signatur benötigt, zum Beispiel für den eArztbrief, für Laborüberweisungen oder Anforderungen von Telekonsilen.

Wo können die benötigten Komponenten beschafft werden?

Zur Bestellung von Konnektoren, Kartenterminals und dem VPN-Zugangsdienst sollte bei Ärzten und Psychotherapeuten  der PVS-Hersteller beziehungsweise der Systembetreuer der erste Ansprechpartner sein. Die gematik hat auf ihrer Internetseite  zudem auch eine Liste mit zertifizierten Geräten veröffentlicht (https://fachportal.gematik.de/zulassungen).

Die SMC-B Karte (Praxisausweis) beantragen Vertragsärzte und -psychotherapeuten bei einem von der gematik zugelassenen Kartenhersteller. Zugelassene Kartenhersteller, auch Trust-Service-Provider genannt, hat die KBV in einer Liste auf ihrer Internetseite veröffentlicht (www.kbv.de/html/telematikinfrastruktur.php).

 Der eHBA (elektronischer Heilberufeausweis) kann bei der jeweiligen Landesärztekammer beziehungsweise Psychotherapeutenkammer beantragt werden.

 

Anwendungen / Nutzung

Müssen sich auch Labore an die TI anbinden, obwohl sie kein VSDM durchführen können?

Grundsätzlich besteht für alle Vertragsärzte die Pflicht am VSDM teilzunehmen, sofern es in Ihrem Versorgungskontext möglich ist. Im Falle einer Behandlung, in der ein persönlicher Arzt-Patienten-Kontakt    (z. B. Laborüberweisung) nicht erfolgt, ergeben sich Ausnahmen. In diesem Falle muss der Arzt kein VSDM durchführen. Sofern eine solche Ausnahme gegeben ist werden die Versichertenstammdaten auf der Grundlage der Patientendatei übernommen. Laborärzte werden dennoch für den Anschluss an die TI ausgestattet und erhalten die entsprechende Erstattung, damit sie andere Anwendungen in der TI als das VSDM nutzen können.

 

Finanzierung

Wie erfolgt der Nachweis über die erfolgte Anbindung bzw. Durchführung des VSDM?

Ein einmalig durchgeführter VSDM-Abgleich dient als Nachweis über die Nutzung der TI.

Wann wird die Finanzierung ausgezahlt?

Die Auszahlung der Finanzierung der Erstausstattung erfolgt nach der Installation aller Komponenten in der Praxis. Anschließend reicht ein einmalig durchgeführter VSDM-Abgleich als Nachweis über die Nutzung der TI und löst somit die Zahlung der Erstausstattung aus. Allerdings leitet die KBV aus § 5 Abs. 2 ab, dass auch eine regelmäßige Nutzung der TI und Anwendung des VSDM erfolgen muss und nur dann die Vergütung der Erstausstattung wie auch der Betriebskosten erfolgen kann.

Wird auch die Ausstattung an Nebenbetriebstätten finanziert?

Ja, für jede BSNR (Haupt- und Nebenbetriebsstätte) für die lt. KBV-Richtlinie eine BSNR vergeben ist, wird die Ausstattung finanziert.

Wer bekommt ein mobiles Lesegerät erstattet?

  • Zugelassene, angestellte und ermächtigte Ärzte mit einem Tätigkeitsumfang von mind. 0,5 Stellen und mind. 3 Hausbesuchen im Vorquartal und/oder im aktuellen Quartal
  • Ärzte die den Abschluss eines Kooperationsvertrages gemäß §119b Abs. 1 SGB nachweisen können
  • Ausgelagerte Praxisstätten,  die bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung angezeigt sind

Wer bekommt die Betriebskosten für den HBA erstattet?

Für den eHBA erhalten Vertragsärzte und -psychotherapeuten eine Pauschale von 11,63 Euro je Quartal. Das deckt die Hälfte der Kosten ab.

Wieviele Praxisausweise (SMC-B) werden erstattet?

Für den Praxisausweis werden einmal je BSNR (je Haupt- und je Nebenbetriebsstätte) 23,25 € pro Quartal erstattet. Damit sind die Kosten komplett abgedeckt. Für ein mobiles Kartenterminal wird ein weiterer Praxisausweis finanziert.