Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Zi - Praxis-Panel

Bundesweite Befragung zu den Praxisfinanzen

Zur wirtschaftlichen Situation der niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten werden jetzt wieder Daten erhoben. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung schreibt dazu in diesen Wochen alle Praxen mit der Bitte an, am Praxis-Panel teilzunehmen. Dabei geht es erstmals auch um das Thema ambulantes und belegärztliches Operieren. Mit dem Zi-Praxis-Panel (ZiPP) untersucht das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) jährlich die Wirtschaftslage und die Versorgungsstrukturen in den Praxen. Die Erhebung erfolgt seit 2010 im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigungen und der KBV.

Aufruf zur Teilnahme

KBV-Chef Dr. Andreas Gassen hat alle Ärzte und Psychotherapeuten zur Teilnahme aufgerufen. „Das Zi-Praxis-Panel ist als Datenbasis für die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen im Bewertungsausschuss unerlässlich“, betont er. Um eine Entwicklung der Praxiskosten abbilden zu können, sei vor allem eine regelmäßige Teilnahme derselben Praxen über mehrere Jahre hinweg wichtig. Abgefragt werden Daten zu Aufwendungen und Erlösen der Praxis aus kassen- und privatärztlicher Tätigkeit. Auch Informationen zur Personalausstattung, zur Versorgungsstruktur sowie zur Arbeitszeit der Praxisinhaber und Praxismitarbeiter werden benötigt. Befragungszeitraum sind die Jahre 2013 bis 2016.

Neu: Daten zum ambulanten und belegärztlichen Operieren

Neu ist, dass diesmal zusätzlich Daten zum ambulanten und belegärztlichen Operieren erhoben werden, um eine Datenbasis für die Weiterentwicklung des EBM zu schaffen. Zugleich werden die ZiPP-Teilnehmer gebeten mitzuteilen, ob sie an einer weiteren Befragung Anfang kommenden Jahres teilnehmen würden. Bei dieser Befragung geht es um die Operations- und Anästhesiezeiten. Auftraggeber sind die KBV und die Berufsverbände der operativ tätigen Fächer.

Teilnahme bis Ende September möglich

Die ZiPP-Unterlagen mit einem mehrseitigen Fragebogen werden seit Mitte Juli an die Praxen versandt. Die Finanzangaben zur Praxis müssen vom Steuerberater testiert werden. Für den Aufwand bei Arzt und Steuerberater zahlt das Zi eine Aufwandspauschale von 200 Euro für Einzelpraxen und 350 Euro für Gemeinschaftspraxen. Eine Teilnahme ist bis Ende September möglich. Praxen, die anstelle der papiergebundenen Erhebungsunterlagen einen Online-Fragebogen ausfüllen, erhalten unmittelbar nach der Dateneingabe einen persönlichen Finanzbericht mit Planungsoption. Diese sogenannte Chefübersicht gibt dem Praxisinhaber einen Überblick zu den Praxisfinanzen und unterstützt ihn bei der Planung des kommenden Jahres.

Individuelle Praxisberichte für die Teilnehmer

Nach Abschluss der Datenauswertung bekommen alle Teilnehmer einen individuellen Praxisbericht mit Vergleichskennzahlen. Anhand der Kennzahlen können sie einschätzen, wo ihre Praxis im Vergleich zu anderen Kollegen der Fachgruppe wirtschaftlich steht.

Hotline für Praxen

Für Ärzte und Psychotherapeuten, die Fragen rund um das Praxis-Panel haben, hat das Zi eine Hotline eingerichtet: 030 4005-2444 (Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr).

Das Zi-Praxis-Panel

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) führt das Praxis-Panel jährlich im Auftrag der KBV und der Kassenärztlichen Vereinigungen durch. Es untersucht damit die Wirtschaftslage und die Versorgungsstrukturen in den Praxen niedergelassener Ärzte und Psychotherapeuten. In die Analyse fließen Daten zur kassen- und privatärztlichen Tätigkeit ein. Damit stehen wichtige Daten für die Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen bereit. Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, die Entwicklung der Betriebs- und Investitionskosten bei der jährlichen Anpassung des Orientierungswertes und damit der Preise ärztlicher und psychotherapeutischer Leistungen zu berücksichtigen.

Je mehr Ärzte und Psychotherapeuten sich an der Umfrage zu den Betriebs- und Investitionskosten in ihrer Praxis beteiligen, desto aussagekräftiger ist die Datengrundlage. Für die hohe Validität der erhobenen Daten spricht auch, dass die Angaben der Ärzte und Psychotherapeuten von einem Steuerberater testiert werden müssen.