Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt

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Symposium Nachtrag

Symposium nimmt Zukunft der
ambulanten Versorgung in den Blick

Podiumsdiskussion mit (vlnr): Dr. med. Burkhard John, Vorsitzender der KV Sachsen-Anhalt; Ralf Dralle, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt; Vera Wolfskämpf, MDR; Tino Sorge, MdB, Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages; Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses 

Zu einem Symposium über die Chancen und Perspektiven der ambulanten medizinischen Versorgung hatte die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) am 13. September 2017 nach Magdeburg eingeladen. Ausgehend von den aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen diskutierten die Teilnehmer aus den Bereichen Gesundheitspolitik, Gesundheitswissenschaft, gesetzliche Krankenversicherung sowie vertragsärztliche Versorgung über die Möglichkeiten, den Weg der Ambulantisierung der Medizin gemeinsam konkret auszugestalten und die dafür nötigen politischen Weichenstellungen vorzunehmen.

Referenten in der Veranstaltung waren Staatssekretärin Beate Bröcker (Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration), Prof. Dr. Volker Ulrich (Universität Bayreuth), Prof. Josef Hecken (Gemeinsamer Bundesausschuss), Ralf Dralle (AOK Sachsen-Anhalt), Tino Sorge MdB (Mitglied im Gesundheitsausschuss) sowie Dr. Burkhard John (KVSA). Es wurde hervorgehoben, dass die zu behandelnde Morbidität der Bevölkerung bei der Bemessung und Weiterentwicklung der Ressourcen für die notwendigen Versorgungsstrukturen zukünftig angemessen zu berücksichtigen ist. Dafür ist jedoch ein entsprechendes gesetzgeberisches Handeln notwendig, da bisher nach Auffassung des Bundessozialgerichtes eine Neujustierung des notwendigen Behandlungsbedarfs und damit der Morbiditätsbedingten Gesamtvergütung auf Basis der tatsächlich behandelten Erkrankungen rechtlich unzulässig sei. So wird jährlich eine falsch niedrige Basis mit korrekt ermittelten Veränderungsraten weiterentwickelt. Der Grundsatz „ambulant vor stationär“ soll bei der zukünftigen Gestaltung regionaler Versorgungsstrukturen stärker berücksichtigt werden. Jedoch wurde auch betont, dass für die Ausgestaltung der Versorgung auch ausreichend qualifiziertes medizinisches Fachpersonal sowie Ärzte zur Verfügung stehen müssen. Vor diesem Hintergrund wurde die Notwendigkeit einer Hausarztquote bei der Zulassung von Studierenden zum Medizinstudium betont.

 

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